LIGATurbulente Auswärtsfahrt - Mit dem Reisebus traten wir die knapp 100 km lange Auswärtsfahrt nach Geest an. Der Tabellenletzte der Landesliga Schleswig war ein uns völlig unbekannter Gegner. Allerdings ließen uns die letzten Ergebnisse aufhorchen, da jeweils nur knapp gegen Titelfavoriten (Kropp, Husum) verloren wurde. Personell standen Daoud, Skoruppa und Schlie nicht zur Verfügung. Deshalb gab es gegenüber der Vorwoche zwei Wechsel in der Startelf. Vetter und Schäfer starteten für Skoruppa und Daoud.

 

Unser Plan den Gegner mit schnellem Kombinationsspiel durch das Mittelfeld auszuspielen ging im ersten Durchgang völlig nach hinten los. Auf dem wohl schmalsten Platz der Liga, rührte die Heimelf Beton in der eigenen Hälfte an, so dass es kaum Räume zum Kombinieren gab. Hinzu kam das der Platz auf Grund der Witterungsverhältnisse die Ballkontrolle erheblich erschwerte. Unser Plan spielte dem Gegner in die Karten, die Heimelf verlegte sich auf eine kompromisslose, vielbeinige Defensive aus der schnell gekontert werden sollte. Offensiv konnten wir viel zu selten Akzente setzen. In der 15 Minute hatte Vetter die Führung auf dem Fuß, verfehlte das leere Gehäuse aus knapp 20m allerdings um Millimeter. Das wäre der Dosenöffner für uns gewesen. Vetters Arbeitstag fand daraufhin ein frühes Ende. Nach drei normalen Zweikämpfen stellte ihn der Schiedsrichter mit Gelb-Rot vom Platz. Dabei waren die Gegenspieler eigentlich stabil genug für die robuste Spielweise unserer Nr.19. Spätestens nun fing die Heimelf mit ihren impulsiven Zuschauern an, daran zu glauben endlich mal wieder etwas Zählbares einzufahren.
Bedingt durch den Platzverweis und den Erfahrungen aus der ersten Hälfte stellten wir im zweiten Durchgang auf eine Dreierkette um und nutzten das Mittel der langen Bälle. Uns war nun klar geworden, dass es nur darum geht den Gegner durch ständiges Anlaufen zu Fehlern zu zwingen. Als Wöhlk nach 47min ein Tor des Jahres per Fallrückzieher aus 16m nach Freistoß-Flanke erzielte war der Jubel bei uns groß. Nur leider hatte der Assistent exklusiv eine Abseits-Stellun gesehen. Nach einer falschen Einwurf Entscheidung haderten wir so vehement mit dem Schiedsrichter, dass wir uns nicht auf das Verteidigen konzentrierten. Der Gegner nutzte die Chance und ging nach einem langen Einwurf in Führung. Rückstand in Unterzahl, was sollte noch alles kommen. Aber die Mannschaft steckte nicht auf. Und wir bekamen unsere Chancen. Nach einem nicht gegebenen Handelfmeter in der 63. Minute blieb dem Offiziellen in der 72. Minute nichts anderes übrig, als nach Foulvom Torwart an Reiser auf dem Punkt zu zeigen. Allerdings brauchte es dafür auch Überzeugungsarbeit durch den Assistenten. Den Elfmeter verwandelte Kahlert eiskalt. Wir wollten mehr. Unser Einsatz sollte nur drei Minuten später belohnt werden. Diesmal was es Kevin Wöhlk der in der 75. Minute den Ball aus spitzen Winkel ins lange Eck schoss. Der Versuch diese Führung mit allen Mitteln zu verteidigen scheiterte kläglich. Und auch die Chance zur Entscheidung ließ Rosenfeld bei seinem Alleingang auf das Tor liegen. Wieder war es eine Standardsituation die wir zu schlecht verteidigten. Ecke, Kopfball, Tor – 2:2! Doch auch dieser Rückschlag ließ uns nicht aufstecken. Im Gegenzug war es wieder Kahlert der uns erneut in Führung brachte. Als alle sich mit dem Ergebnis abgefunden hatten, konnten wir einen harmlosen Ball in den 16ern nicht ausreichend klären und verursachten einen Elfmeter. Dieser wurde verwandelt und es stand 3-3 (90.+3). Das war dann auch das Endergebnis.

Fazit: Ein Punkt, der auf Grund der Tabellensituation zu wenig ist. Nach dem wir in anderen Spielen das nötige Spielglück auf unserer Seite hatten, sollte es dieses Mal nicht der Fall sein. Mit 10 Mann eine gute kämpferische Leistung geboten und das Spiel fast noch gedreht. Leider wählten wir im ersten Durchgang die falsche Herangehensweise. Das wollen wir in der kommenden englischen Woche ändern.

TSVK: Möller – Jordan, Wöhlk , Wippich , Rosenfeld – Schäfer (90. Mussa), Petersen, Hakaj (60. Kahlert), Hillmer, Reiser– Vetter … Schmidt, F. Beeck