LIGADas Ende einer Serie - Als Tabellenführer starteten wir in den letzten Spieltag der Hinserie in der Landesliga Schleswig. Wenn man vom Stadionsprecher des Gastes als Tabellenführer angekündigt wird, ist es schon eine neue ungewohnte Situation für unser Team. Jedes Team will ja immer den Spitzenreiter stürzen und fortan hatten wir das Fadenkreuz des Gejagten auf dem Rücken. In den vergangenen Jahren konnten wir selten Zählbares aus Gettorf mitnehmen. Personell haben die letzten intensiven Partien der englischen Woche Spuren hinterlassen. Mit Skoruppa, Wippich, Daoud, Vetter und Petersen fehlten gleich fünf Leistungsträger aus den letzten Wochen. Zusätzlich hatte Hakaj mit muskulären Problemen zu kämpfen. Eichberger kam zu seinem Startelf-Debut.

Alles das, was uns in 13 von 14 gespielten Partien ausgemacht hat ließen wir in der ersten Hälfte der Partie  vermissen. War es die neue Situation der Gejagte zu sein? Waren es die vielen Ausfälle? Haben die intensiven letzten Spiele zu viele Kraftreserven gekostet? Egal wie, auf jeden Fall kamen wir überhaupt nicht in die Partie. Gettorf beschränkte sich ausschließlich auf lange Bälle, und war so eigentlich ähnlich „stumpf“ in der Offensive wie wir. Bei uns fehlte es in allen Mannschaftsteilen an Zweikampfstärke, Laufbereitschaft aber vor allem Spannung und Konzentration. So kam es dann auch, dass zwei krasse individuelle Fehler in der Innenverteidigung dafür sorgten, dass wir mit einem 0:2 Halbzeitrückstand in die Kabine gingen.

Nach der Pause zeigten wir ein anderes Gesicht. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff erzielten wir den Anschluss.  Doch der Treffer wurde auf Grund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurück gepfiffen. Wir setzten alles auf eine Karte und wollten die Schmach des ersten Durchganges wieder gut machen. Es war nun zumindest Wille und Engagement zu erkennen. Die gewählten Mittel sowie die Umsetzung eben dieser blieb leider weiter mangelhaft. Der GSC konzentrierte sich nur auf die Defensive, so dass wir keine weiteren brenzligen Situationen zu überstehen hatten.

Fazit: Auf Grund des ersten Durchganges eine völlig verdiente Niederlage. Wenn die personelle Lage so angespannt ist, dann wird es unmöglich Punkte zu holen, wenn dann auch noch Leistungsträger so folgenschwer individuell patzen. Mit ein wenig mehr Konzentration wäre selbst mit dieser Rumpfelf problemlos ein Punkt drin gewesen. In den letzten Wochen hatten wir stets Ausfälle zu verkraften, kompensierten diese aber aufgrund eines funktionierenden Gerüstes oder aber herausragender Mentalität. Wenn beides fehlt, dann wird man selten Punkte in dieser Klasse holen.

TSVK: Möller – Jordan, Wöhlk , Rosenfeld , Schlie – Schäfer , Hakaj (44. J. Beeck), Hillmer, Eichberger (80. Mussa), Kahlert (73. Kaehl) – Reiser … Bank: F. Beeck